Grauer Star (Katarakt)

Ein Grauer Star (medizinisch: Katarakt) bedeutet eine Trübung der Augenlinse.

Die Erkrankung schreitet nur langsam voran und wird im Anfangsstadium meist nicht wahrgenommen. Erst im Spätstadium wird die Trübung der Augenlinse (Grauer Star) auch äußerlich sichtbar, außerdem treten Beeinträchtigungen des Sehsinnes auf:

  • Blendungserscheinungen bei Sonne oder Gegenlicht
  • Verlust der Leuchtkraft von Farben
  • Doppelbilder
  • matte, verschleierte und verzerrte Bilder
  • “Milchglaseffekt”

Grauer Star erhöht besonders im Straßenverkehr das Risiko und Gefahr, da erkrankte Patienten sich nahende Autos und Fahrräder oder Bordsteinkanten gar nicht mehr oder erst zu spät erkennen. Dabei kann es zu gefährlichen Unfällen und Stürzen kommen.

Grauer Star – Diagnose

Die Diagnose ist für einen Augenarzt mittels einer Spaltlampenuntersuchung einfach möglich. Ist der Graue Star sehr weit fortgeschritten, kann die Pupille weiß erscheinen. Bei der angeborenen Katarakt ist es besonders wichtig, dass die Diagnose sehr früh nach der Geburt gestellt wird, damit es nicht zu einer Sehschwäche des betroffenen Auges kommt.

Möglichkeiten der Therapie bei Grauem Star

Da es keine wirksamen Medikamente gibt, ist eine Operation unumgänglich. Diese dauert in der Regel nicht länger als zwanzig Minuten.

Bei der Operation wird die eingetrübte Linse entfernt, indem diese mit Ultraschall zerkleinert und dann abgesaugt wird. Danach wird eine faltbare Kunstlinse eingesetzt, die genau an den Patienten angepasst wird. Die Operation ist schmerzfrei und völlig umkompliziert. Je früher der Patient behandelt wird, desto schneller und schonender können sein Sehvermögen und seine Lebensqualität verbessert werden.